Posts

Es werden Posts vom 2016 angezeigt.

Lost Places #11

Bild
Der heutige Lost Place begegnete mir zufällig auf einer Wanderung durch das Trubachtal der Fränkischen Schweiz. Wenn man den Weg im Luftkurort Egloffstein zur Burg nach oben geht, kommt man am Marktplatz und diesem verlassenen Haus vorbei, das sofort auffällt.




Das alte Rathaus ist das zweitälteste Gebäude von Egloffstein aus dem Jahr 1358 und es steht sicher schon längere Zeit leer. Im Netz habe ich dazu folgendes gefunden: Eine Architekturstudentin hat sich damit beschäftigt, wie eine zukünftige Nutzung des Gebäudes aussehen könnte, allerdings sei die Sanierung zu kostspielig durch die inzwischen vorhandenen Bauschäden. Aufgrund der touristischen Gegend konnte sie sich vorstellen, im Erdgeschoss Ausstellungsräume einzurichten.  Im Gegenzug dazu befürworten einige Gemeinderäte einen Abriss des Hauses, um dringend benötigte Parkplätze zu schaffen...





Eine Rettung des Gebäudes bräuchte also, wie so oft, einen finanzkräftigen Liebhaber......



Kein Lost Place ist dagegen die Burg Egloffste…

Gärtnern am Lost Place #10

Bild
Am 20. ist es wieder Zeit für einen neuen Lost Place.  Eher zufällig bin ich im Juni an diesem verlassenen Gebäude in Freiberg vorbeigekommen. Zuerst war nicht viel mehr, als ein von Hecken zugewachsenes Tor zu sehen. 

Ein Stück weiter die 'Schöne Gasse' gelaufen, bot sich der überraschende Anblick eines sehr alten Fabrikgebäudes.

Durch die teilweise kaputten Fenster konnte man nach innen schauen, der Platz vor dem Haus wird offenbar als Parkplatz der benachbarten Anwohner genutzt. Die letzte Firma nannte sich wohl ELG Metallhandwerk Freiberg. Mehr konnte ich leider nicht herausfinden.



Das Gebäudekomplex bestand aus mehreren Teilen, von dem alten Steingemäuer scheint schon der obere Teil zu fehlen. Ganz herrlich blühte der Holunder dort im Juni. Der alte Wohnwagen diente als Abstellraum für alte Gartenmöbel.


Ein recht erfreulicher Anblick bot sich dann im Hof rings um die alte Mauer. Hier wurde der Raum zum Gärtnern genutzt. In alten Zinkwannen und in Palettenhochbeeten wuchs…

Lost Places #9 und Mädelsüß im Striegistal

Bild
Schon ist wieder der 20. und damit Zeit für einen neuen Lost Place, der mir aber schon im Juli auf einer Radtour begegnet ist. Im sächsischen Striegistal, in dem es sich gut wandern lässt, findet man einige alte Mühlen, die teilweise auch noch genutzt werden. Ganz verlassen und schon ziemlich von der Natur erobert, findet man die Kirstenmühle. Wenn nicht ein Hinweisschild stehen würde, könnte man sie fast übersehen.

Umrahmt von Efeu und Schlingpflanzen, Farnen und viel Wildwuchs, ist das Marode am Gebäude kaum noch zu erkennen.

Die Mühle diente einst der Stromerzeugung, war aber schon nach kurzer Zeit den technischen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Der Rücklauf zur Strigis war zu flach, wodurch bei hohen Wasserstand der Striegis das Rücklaufwasser wieder in den Abwassergraben gedrückt wurde. Die Turbinen liefen dann nicht mehr oder sogar rückwärts....wie man auf dem Schild nachlesen kann.

Die alte Eibe lässt kaum noch einen Blick auf die blauen Fensterläden zu. Es wäre interessan…

Lost Places #8 - Porzelline Freiberg

Bild
Im Moment noch unter erschwerten Bedingungen im Netz, möchte ich aber trotzdem an der Tradition festhalten, jeden 20. im Monat die Lost Places zu posten.
Diesmal habe ich bei dem ersten Gebäude des Freiberger Porzellan, auch Porzelline genannt, vorbeigeschaut oder besser gesagt, bei dem, was noch übrig ist. Der größte Teil wurde 2011 abgerissen.


Das erste Porzellanwerk Freibergs wurde 1904 als Zweigniederlassung der Kahla AG gegründet. Die Stadtverwaltung unterstützte das Unternehmen, um die vielen freiwerdenenden Arbeitskräfte aus dem Bergbau unterzubringen. Dafür wurde 1904-06 an der Frauensteines Straße ein moderner, architektonisch bemerkenswerter Industrieneubau mit sechs Rundöfen und einem eigenen Dampfkraftwerk errichtet. 






Hier wurde zunächst elektrotechnisches Porzellan, wie Hochspannungsisolatoren, produziert und seit 1924 zusätzlich Haushaltsporzellan. Die Formen Mathilde, Toskana, Paula und Niemayer entstanden zwischen 1924 und 1929.


1932 wurde das Werk aufgrund der Weltwir…

Unter alten Platanen...

Bild
Am letzten Freitag wurde der Palaisommer, das Openair Kulturfestival im Dresdner Palaigarten, eröffnet. Den ganzen August findet hier unter den zwei uralten Platanen Kultur und Kunst statt.  Eintritt wird für die Veranstaltungen nicht verlangt, eine kleine Spende ist aber erwünscht.
Nach langer Parkplatzsuche....immer ein Problem als Nicht-Dresdner....trafen wir etwas verspätet auf der großen Wiese zwischen Elbe und Japanischem Palais ein. Eugene Mursky, ein usbekischer Pianist, spielte bereits auf dem erhöht stehenden Flügel und wir suchten uns einen Platz in der Nähe der beiden riesigen Platanen mit Blick in Richtung Semperoper.







Ursprünglich wurde der Palaigarten 1715 als Barockgarten angelegt und in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in einen Nutzgarten der Hofgärtnerei umgewandelt.
Die beiden Platanen im Palaigarten wurden in dieser Zeit um 1770/80 angepflanzt.  2013 muss eine der Platanen gebrannt haben, aber ich konnte nur zwei ziemlich gut aussehende Bäume entdecken.... A…

Guerilla Gardening Freiberg

Bild
Inzwischen sind die Milchtütenpflanzen umgezogen zu meinem 12tel Blick an den Wernerplatz in Freiberg.  Natürlich wäre es lustiger gewesen, sie mitsamt der Milchtüten aufzuhängen. Dann hätte ich sie allerdings regelmäßig gießen müssen. Da ich mich in Zukunft nicht mehr drum kümmern kann, werden sie alleine mit dem Wetter fertig werden müssen und ich hoffe, dass die Stadtgärtner nicht mit dem Rasenmäher rübergehen.  Die Blumenwiese ist inzwischen sauber abgemäht.


Ausgerüstet mit einer Wasserflasche, Schaufel und den Milchtüten bin ich an einem der letzten Julitage zum Guerilla Gardener geworden...:-)

Ich habe den restlichen Löwenzahn mitsamt der Wurzel entfernt und war froh, dass es die letzte Zeit so viel geregnet hat. Damit war die Anpflanzung für mich recht einfach. Auch die Erde rings um die Granitsäulen schien mir ganz ordentliche Gartenerde zu sein. Dann nur noch ein paar Bindfäden gespannt...fertig.


Nur ein Busfahrer schaute mir verwundert zu....sonst schien es - zum Glück -nie…